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Medikamente (Antiarrhythmika)

Die Behandlung mit Antiarrhythmika hat das Ziel, Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern nach elektrischer oder medikamentöser Konversion im Sinusrhythmus zu halten, das heisst das Rezidiv von Vorhofflimmern zu verhindern oder bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern Episoden von Vorhofflimmern zu unterdrücken.

Die in der Schweiz erhältlichen und am häufigsten eingesetzten Medikamente zur Rhythmuskontrolle sind Flecainid, Propafenon, Sotalol und Amiodaron. Alle diese Medikamente haben Nebenwirkungen, welche teilweise gefährlich sein können. Das am besten wirksame Antiarrhythmikum ist Amiodaron, wobei auch damit ein grosser Anteil der Patienten im Verlauf einiger weniger Jahre ein Rezidiv des Vorhofflimmerns haben. Das Medikament ist mit einem nicht unerheblichen Nebenwirkungsprofil behaftet. So kann es zum Beispiel zu Schilddrüsenproblemen und zu Lungenfibrose führen. Deshalb ist Amiodaron in der Regel nicht das Medikament der ersten Wahl, sondern es wird zuerst mit weniger toxischen Medikamenten begonnen (Stufentherapie).

Grundsätzlich wird vor einer Ablationstherapie ein Versuch mit Antiarrhythmika durchgeführt, denn, falls effektiv, sind Antiarrhythmika (eventuell mit Ausnahme von Amiodaron) relativ sicher und als erster Schritt einfacher als die Katheterablation.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Vorhofflimmer-Klinik Basel daran interessiert, an Studien neuer Antiarrhythmika mitzumachen und - falls erwünscht - Patienten eine Teilnahme an einer solchen Studie zu ermöglichen.

Eine neue antiarrhythmische Substanz ist Dronedarone. Das Medikament ist in der Schweiz seit 1.2.2010 erhältlich. Das Medikament ist Amiodaron sehr ähnlich, hat jedoch bedeutend weniger Nebenwirkungen. Da es kein Jod enthält, entfallen die bei Amiodaron relativ häufigen Schilddrüsenprobleme. Leider ist es jedoch im Direktvergleich mit Amiodaron auch deutlich weniger wirksam.